Symptome

Diabetes, für Mensch und Tier eine ernsthafte Gefahr.

Wenn Ihr Hund auffällig viel trinkt und entsprechend viel Urin absetzt, wenn er ständig Hunger hat, mit Heißhunger frisst und trotzdem abnimmt, dann könnte Ihr vierbeiniger Freund an der Stoffwechselstörung "Diabetes mellitus", der Zuckerkrankheit, erkrankt sein. Diese Erkrankung tritt zumeist bei älteren Hunden auf. Es gibt zwei Formen dieser Krankheit, genau wie bei uns Menschen. Beim häufigeren Typ 1 fehlt das für die Senkung des Blutzuckerspiegels benötigte Insulin. Durch eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse wird das Hormon zu wenig oder gar nicht mehr gebildet. Bei dem selteneren Typ 2 leidet Ihr Hund an einer sogenannten „Insulinresistenz“, dann sprechen die Körperzellen einfach nicht mehr auf dieses Hormon an.

Ein zu niedriger Insulinspiegel kann zu einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung, einer Ketoazidose, führen. Diese zeigt sich durch Appetitlosigkeit, Erbrechen, Bauschmerzen sowie Apathie bis hin zu Koma. Deshalb sollten Sie schon bei leichten Symptomen mit uns Kontakt aufnehmen. Bei langandauerndem Diabetes kann beim Hund eine Trübung der Augenlinsen, ein sogenannter Grauer Star, entstehen. Frühzeitig erkannt, lässt sich diese Erkrankung, eine hormonell bedingte Stoffwechselstörung, gut therapieren und in manchen Fällen sogar "heilen".

Diagnostik

Zur Diagnosestellung untersuchen wir in der Tierklinik Urin und Blut Link auf "6.5 Unsere Leistungen – Eigenes Labor", um festzustellen, ob sich Zucker im Urin befindet und gleichzeitig der Zucker im Blut des Tieres zu hoch ist. Um einzuschätzen, ob dieser Zustand schon länger besteht und wie fortgeschritten die Erkrankung ist, werden auch die sogenannten Fructosamine im Blut gemessen. Dieser Wert kann etwas darüber aussagen, wie hoch der Blutzuckerspiegel in den letzten 2-3 Wochen gewesen ist und die Diagnose festigen.

Therapie

Hunde brauchen im Regelfall lebenslang Insulin zur Behandlung des Diabetes. Da sie auf die orale Gabe von Diabetesmitteln in Tablettenform kaum ansprechen, zeigen Ihnen unsere Tierärzte und Tierärztinnen gerne, wie sie Ihrem Hund Insulin spritzen können und üben dies auch mit Ihnen. Die richtige Insulindosis wird mit Hilfe eines Tagesprofils überprüft. Dazu wird im Laufe eines Tages der Blutzuckerspiegel des Hundes regelmäßig gemessen und die Schwankungen vor und nach den Insulingaben ausgewertet.

Unerlässlich, die richtige Ernährung.

Bei der Behandlung von Diabetes spielt die Ernährung des Hundes eine große Rolle. Wir empfehlen die Fütterung eines speziellen Diätfuttermittels zur Regulierung der Glucoseversorgung, auch eine kohlenhydratarme Ernährung ist sehr wichtig Link auf "6.5 Unsere Leistungen – Fütterungs- und Diätberatung". Damit die Insulindosierung optimal angepasst werden kann, ist es essentiell, stets das gleiche Futter mit gleichbleibender Zusammensetzung anzubieten. Zudem sollte vorhandenes Übergewicht schonend abgebaut werden, bewegungsarme Hunde sind an regelmäßige, moderate Spaziergänge zu gewöhnen.