Symptome

Wohlbefinden beginnt beim Bauch.

Ist das Allgemeinbefinden Ihrer Katze beeinträchtigt, ohne dass eine Ursache erkennbar ist, oder treten gar Symptome wie Bauchschmerzen (gekrümmter Rücken, eingezogener Bauch), Erbrechen, Blähungen, Durchfall und Abmagerung auf, könnte sie an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) leiden. Die Symptome deuten zunächst auf einen harmlosen Magen-Darm-Infekt hin, daher ist es ratsam den Tierarzt aufzusuchen, wenn sich nach ein paar Tagen keine Besserung einstellt. Manchmal treten bei einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse auch weitere Symptome wie Gelbfärbung der Augen und der Schleimhäute, Gewichtsverlust, Schwäche und Fieber auf – nehmen Sie dann bitte sofort mit uns Kontakt auf.

Die Bauchspeicheldrüse hat eine wichtige Funktion für die Verdauung, da sie Enzyme (u.a. Lipase) bildet, die die Nahrungsbestandteile aufspalten. Fehlen diese Enzyme, kann der Darm der Katze die Nahrung nicht richtig verwerten. Die erkrankte Katze sieht daher meist mager aus und hat struppiges, glanzloses Fell. Der Kot ist infolge der unzureichenden Verdauung bei der Bauchspeicheldrüsenentzündung häufig hell und fettig.

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung kann akut oder chronisch verlaufen. Eine akute Pankreatitis bei der Katze lässt sich behandeln und die Bauchspeicheldrüse kann sich vollständig erholen. Bei der chronischen Form schreitet die Pankreatitis immer weiter fort und die Bauchspeicheldrüse wird dauerhaft geschädigt. In diesem Fall lassen sich durch eine Behandlung unter Umständen die Symptome lindern und die Erkrankung verlangsamen.

Diagnostik

Die Diagnose wird mit einer Blutuntersuchung abgesichert. Dazu wird die Blutprobe wird in ein spezielles Labor geschickt um unter Anderem die pankreasspezifische Lipase-Aktivität bestimmen zu lassen. Anhand Ihres Vorberichtes und den Befunden und Symptomen aus der allgemeinen Untersuchung der Katze, den verschiedenen Blutparametern und eventuell einer Ultraschalluntersuchung  kann man die Schwere der Erkrankung ermitteln und erkennen, ob noch weitere Organe, wie die Leber oder Niere betroffen sind. Dies ist besonders wichtig für die Therapieplanung und die Einschätzung der Prognose.

Therapieverlauf

Die drei wichtigsten Maßnahmen bei Patienten mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung sind: Infusionstherapie, Schmerzmanagement und die richtige Fütterung (Diätetik). Je nach Schweregrad der Entzündung, Komplikationen und eventuellen begleitenden Erkrankungen können noch andere Behandlungsmaßnahmen bis hin zur Intensivmedizin notwendig sein, doch die drei oben genannten sind für jeden Patienten entscheidend.